Stolpersteine erinnern an die Familie Flieder
Neu auf dunera.de 30. Juni 2026
Ein Abend für Erwin Fabian
Wanderausstellung über Deportationen
Weintraubs Syncopators im Exil
Neues Buch über die Kindertransporte
Neu auf dunera.de 15. März 2026
Neu erschienen: Dunera News 123
Ziele definiert, Vorstand gewählt
Arandora Star – Die „Nominal Rolls“
„Wie sich das Fliehen anhört“
Neu auf dunera.de 9. November 2025
Neu auf dunera.de 25. Oktober 2025
Online-Event: Erinnerungen an Heinz Henghes
Veranstaltung in Melbourne zum 85. Jahrestag
„Der Reisende“ als musikalisches Melodram
„… auf jeden Fall alle erwischen …“
Das „Lied der 200“
Vor 85 Jahren: Landung der Dunera
Neu auf dunera.de 25. Juli 2025
Dunera News 121 erschienen
Neu auf dunera.de 26. Juni 2025
Dunera auf Video
Mit Kunst das Trauma bewältigen
Neu auf dunera.de 21. April 2025
Wieder gelesen: „Landung in Australien“
„Der Reisende“ in Berlin
Neu auf dunera.de 20. März 2025
„Sich auf die Seite der Anständigen schlagen“
Neu auf dunera.de 21. Februar 2025
Neuer Dunera-Newsletter erschienen
Neu auf dunera.de 28. Januar 2025
Treffpunkt Tatura 2025
Dunera Association benennt sich um
Neu auf dunera.de 28. Dezember 2024
Neu auf dunera.de 29. November 2024
„Dunera-Messe“ erneut in Sydney
Mehr als nur Biografisches
Premiere in Sydney: Film über Dunera Boy Walter Kaufmann
dunera.de zu Fachkonferenz eingeladen
Exil in der Kunst: Dunera-Geschichten
100 Jahre Berliner S-Bahn
Dunera-Jubiläum 2024 in Sydney und Hay
Musik und Kunst der Dunera-Internierten
Neu auf dunera.de 24. Juni 2024
Netzwerktreffen für Angehörige
„Der Reisende“ wieder auf der Bühne
Neu auf dunera.de 27. Mai 2024
Dunera Boy Walter Kaufmann im Film
Neu auf dunera.de 5. Mai 2024
Neu auf dunera.de 25. April 2024
Webinar: Dunera und die Wiener Library
Neu auf dunera.de 19. April 2024
Willkommen auf dunera.de
„Sergeant Snow White“ wieder auf der Bühne
Dunera News 117 erschienen
Wechsel an der Spitze
Dunera IG gegründet
Audioinstallation„Der Reisende“
Der Schauspieler Sigurd Lohde – eine Biografie
Der Schauspieler Sigurd Lohde, 1899 in Weimar (Thüringen) geboren, steht durchaus beispielhaft für viele Künstler, die durch die rassistische Verfolgung durch die Nazis aus ihrer Lebensbahn geworfen und zur Flucht gezwungen wurden. Nach London entkommen wurde er von den Briten 1940 auf der Dunera ins ferne Australien deportiert.
Lohde, Jahrgang 1899, hatte in Berlin u.a. an der Volksbühne gespielt, nach der Machtübertragung an die Nazis an Theatern in Österreich, der Tschechoslowakei und in London. Er war bis zum Kriegsbeginn in zahlreichen Filmen in mehr oder weniger prominenten Rollen zu sehen gewesen und hatte für den Hörfunk gearbeitet.
Nach der Internierung in Australien diente er dort zunächst in der 8th Employment Company und wirkte 1943 bei deren legendärer Theaterproduktion „Sgt. Snow White“ mit. Er konnte aber in Australien beruflich nicht recht Fuß fassen. Er arbeitete in verschiedenen Jobs und betrieb eine Milchbar in Sydney. Immerhin bekam er 1949 eine Hauptrolle in dem Film „Eureka Stockade“.
1954 kehrte er nach Deutschland zurück. Beruflich fand er zuerst Anschluss im Westberliner Renaissance Theater. Er spielte an vielen Bühnen, war im Film und Fernsehen zu sehen, im Radio zu hören und hatte einige Jobs im Synchron-Gewerbe. Er fand seine Jugendfreunfin Herta und heiratete sie. Sigurd Lohde verstarb 1977 in Westberlin.
„Gold habe ich nicht gefunden. Aber das Leben habe ich geschafft und den Weg zurück nach Berlin gefunden.“ Mit dieser Bilanz zitierte ihn eine Zeitung nach seiner Rückkehr nach Westberlin.
Sigurd Lohde, ca. 1943. Karikatur von Fritz Schönbach für einen Artikel über die 8th Employment Company in SALT, der Zeitung der australischen Armee.