Dunera

X Commando – Unter Waffen gegen den Faschismus

1942 bildete die britische Armee erstmals Kommandoeinheiten aus „enemy aliens“. Dafür wurde unter den „alien“-Arbeitssoldaten des Auxiliary Military Pioneer Corps geworben. Vor allem die Heimatsprache und das Wissen um Lebensgewohnheiten, Kultur usw. der Länder des von den Nazis zu befreienden Kontinents begründeten diesen Schritt. Die größte Sprachgruppe des vorwiegend aus Emigranten gebildeten „No.10 (Inter-Allied) Commando“ bildeten die Deutschen und Österreicher des „No. 3 Troop“. Die in der Einheit nicht benutzte inoffizielle Bezeichnung „X Commando“ soll auf Winston Churchill zurückgehen. Aufgrund der Recherche für den vorliegenden Artikel kann der Kreis der in der Erinnerungsliteratur geannten bisher namentlich bekannten fünf auf neun Dunera Boys im No. 3 Troop erweitert werden. Dieser Beitrag soll an sie erinnern.

Peter Dehn, März 2026


Während des 2. Weltkrieges dienten tausende „enemy aliens“ – Flüchtlinge aus dem feindlichen Ausland – in der britischen Armee. „Insgesamt gab es um die 10.000 deutsche Mitglieder der britischen Streitkräfte[1] Peter Leighton-Langer „Unter den ersten in der Normandie“ in „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ vom 14.10.1996, zit. nach Dunera News Nr.38, Seite 6f, abgerufen am 11.1.2026. in den Kriegsjahren, und die britische Armee hatte eine Zeitlang siebzehn je 300 Mann starke unabhängige Pionierkompanien, die entweder ausschließlich oder zum allergrößten Teil aus Deutschen bestanden. Auch etwa 700 deutsche Frauen dienten in den vierzehn Allied Volunteer Platoons des Auxiliary Territorial Service, der weiblichen Hilfsorganisation der Armee. Dazu kamen die Wegbereiterkompanien der Luftlandedivisionen, in den bis zu 40 Prozent Deutsche dienten, und Tausende von einzelnen Deutschen, die in allen Waffengattungen der Armee, auf den Schiffen der Marine und in der Luft kämpften.“

Australien: Unbewaffneter Arbeitsdienst

Zunächst ein Blick auf die Situation in Australien ab Anfang 1942: Nach dem japanischen Angriff auf Pearl Harbor[2] Japan trat mit dem Angriff auf Pearl Harbor am 7.12.1941 in den Krieg ein, abgerufen am 25.8.2025. am 7. Dezember 1941 und dem Bombardement der nordaustralischen Stadt Darwin[3] Wikipedia über die Luftangriffe auf Australien, abgerufen am 25.8.2025. am 19. Februar 1942 wurden die Einberufungen verstärkt. Um den daraus resultierenden Mangel an Arbeitskräften aufzufangen, stellte die Armee 39 Arbeitskompanien auf. Elf dieser Einheiten wurden mit „aliens“ besetzt[4] „Employment and Works Companies – RAE WW2“, Virtual War Memorial Australia, abgerufen am 10.1.2026., von denen viele schon lange Down Under lebten.

Den im Frühjahr 1942 noch in den Internierungslagern verbliebenen Männern der Dunera und Queen Mary wurde eine freiwillige Meldung zur Armee mit dem Angebot der anschließenden Staatsbürgerschaft[5] Vgl. Aktennotiz des General-Adjudanten für das australische Parlament, 29. März 1946. National Archives of Australia (NAA), NAA_ItemNumber4938132, Blatt 28, Ziffer d. versüßt. Ab Anfang 1942 meldetem sich mehr als 620 Freiwillige. Wer aufgenommen wurde, wurde aus der Internierung entlassen und in die eigens für sie gebildete 8th Australian Employment Company eingegliedert. Zu ihren Aufgaben gehörten vor allem Ladearbeiten auf Bahnhöfen und in Häfen. „Wir verteidigen die 70. Verteidigungslinie[6] Lebrecht, Franz, „Bericht über Erlebnisse während der Zeit des Dritten Reiches, - u.a. aus 4 Konzentrationslagern“ vom 10. April 1960 für die Wiener Library, London, Seite 27.“ mokierte sich Lance Corporal Franz Lebrecht später, denn er und viele seiner Kameraden hätten lieber mit der Waffe in der Hand gegen die Nazis gekämpft.

Zurück nach England

Nicht viel anders erging es etwa ein Jahr zuvor den meisten Australien-Internierten, denen Major Julian Layton[7] Letter of Authority for Major J.D. Layton, from Herbert Morrisson, Home Secretary, United Kingdom, vom 28.1,1941. Vgl. Paul R. Bartrop, Gabrielle Eisen, "The Dunera Affair", Seite 86. im Auftrag des britischen Home Office ab dem Frühjahr 1941 Schiffsreisen nach England und anschließende Freilassung zum Dienst im „Alien Corps“ des Auxiliary Military Pioneer Corps (A.M.P.C.) ermöglicht hatte. Andere konnten kriegsnützliche Arbeiten auf der britischen Insel aufnehmen. Voraussetzung war die Bereitschaft, die Risiken der Schiffsreise während des Seekrieges auf sich zu nehmen. „Lockmittel“ war auch hier die Aussicht auf die britische Staatsbürgerschaft. Für viele Internierte war der unbewaffnete Arbeitsdienst im A.M.P.C. eine Möglichkeit, an der Niederlage des Nazi-Regimes mitzuwirken. Für einige war es auch ein Weg, wieder mit ihren Familien in England zusammen zu kommen.

Die Transporte begannen im Juni 1941[8] Carol Bunyan, Liste der Transporte nach England, in „Dunera Lives. A Visual History“ von Ken Inglis u.a., Melbourne 2018, Seite 518.. Mit dem zweiten Transport traf z.B. Andreas Carlebach, von dem noch die Rede sein wird, am 31. Juli 1941 in Liverpool ein. An Bord der Themistocles waren 58 Kameraden[9] Passagierliste der Reise via ancestry. aus der Internierung. Die Stirling Castle brachte rund 400 deutsche, österreichische und italienische Internierte des fünften Transports am 28. November 1941 nach Liverpool. Die Passagierliste bezeichnet 298 der Deutschen und Österreicher, darunter auch die späteren X Commando-Männer Hans Guttmann und Gerhard Nell, als „Ex-Internierte, Rückkehr zum Eintritt in das Pioneer Corps“.

Insgesamt 1.072[10] Vgl. Liste der Transporte aao. deutsche und österreichische Dunera Boys kehrten bis Ende 1942 nach England zurück. Die 36 deutschen und österreichischen und acht italienischen Internierten an Bord der Abosso, unter ihnen der Schriftsteller Ulrich Boschwitz, wurden am 8. Oktober 1942 Opfer eines Torpedoangriffs von U-575. Die anderen zehn Transporte erreichte ihre Zielhäfen Liverpool bzw. Southampton unbeschadet.

„Aliens“ im A. M. P. C.

„Ein fremdländischer Soldat[11] Wolfgang Muchitsch „Mit Spaten, Waffen und Worten“, Seite 24, Wien 1992. Zit. n. Recruiting Circular Nr.2a, Central Office for Refugees, Januar 1940. wird nicht unmittelbar an der Front eingesetzt; die meisten bleiben in Großbritannien; falls sie im Rahmen der British Expeditionary Force[12] Wikipedia über die BEF, abgerufen am 20.1.2026. nach Frankreich entsandt werden sollten, bleiben sie im Hinterland.
Sie erhalten wie alle Soldaten einen Sold von 2 Shilling täglich.
Die Ehefrauen der Soldaten erhalten 17 Shilling pro Woche plus Zusatzgeld für jedes Kind. Der halbe Sold des Ehemannes wird der Frau ausgezahlt.
Die Verpflichtung ist für die Dauer des Krieges. Nach dem Krieg wird über die Zukunft jedes Soldaten entsprechend seines Verhaltens und seiner Verdienste entschieden.“


Wie wurde im Fall jener jüdischen Soldaten verfahren, deren Familien in Nazideutschland bleiben mussten oder die nicht verheiratet waren?

So wurde das Gros der Interessenten nach England gebracht. Danach gab es bis Juli 1945 – abgesehen von Transporten in Drittländer – nur vier Reisen nach England für rund 60 deutsche und italienische Ex-Internierte. Von den acht Deutschen und Österreichern an Bord der Waroonga fanden zwei bei der Torpedierung des Geleitzugs durch sechs U-Boote am 4. April 1943 im Nordatlantik den Tod. Drei italienische Kameraden überlebten.

Dem „Abschaum“ gleichgestellt

Das A.M.P.C. wurde kurz nach dem Beginn des 2. Weltkrieges zur Verstärkung der britischen Pioniertruppen geschaffen. Freilich schlugen den „aliens“ des A.M.P.C. Ressentiments entgegen. Die eher ausländerfeindliche offizielle britische Politik, stimuliert von ultrarechten Zeitungen, hatte pauschal alle Flüchtlinge – und gerade auch die Nazi-Verfolgten aus Deutschland – zu Verdächtigen einer „fünften Kolonne“ Hitlers erklärt. Das hatte zu den ungerechtfertigten Einstufungen und in der Folge zu den Masseninternierungen und den Deportationen nach Kanada und Australien geführt.

„Die britischen Behörden zeigen eine deutliche Abneigung[13] Jewish Cronicle am 13.10.1939, Seite 10. Zit. nach Steven Kern „Jewish Refugeees from Germany and Austria in the British Army 1939-45“ (Doktorarbeit, Uni Nottingham), Juni 2004, Seite 128. Abgerufen am 25.1.2026., sie (Flüchtlinge aus Deutschland, dunera.de) in irgendeiner militärischen Funktion zu beschäftigen“, kommentiert der britische Historiker Steven Kern.

Zudem hatte das Pioneer Corps „den traurigen Ruf[14] Peter und Leni Gillman „Collar the Lot! How Britain interned and expelled ist wartime refugees“, London 1980, Seite 257., die Müllhalde der britischen Armee zu sein; einmal wurde unfreundlich gesagt, dass sich dort der gesamte Abschaum der Menschheit befände. Es war die natürliche Heimat von Analphabeten und ehemaligen Kriminellen; als das Kriegsministerium zustimmte, Internierte aufzunehmen, wurden auch diese dorthin geschickt.“

Offiziell hieß es allerdings, Briten und Ausländer würden in der Armee gleich behandelt, obwohl den „aliens“ – wie in Australien – der Dienst mit der Waffe verweigert wurde.

A. M. P. C. im Unterhaus

„In der Praxis wurden die Flüchtlingssoldaten trotz vieler Gemeinsamkeiten in ihren Erfahrungen dennoch oft in gewisser Weise ausgegrenzt. Dies war eine Folge ihrer jüdischen Religion, ihres Status als Ausländer und vor allem der Tatsache, dass sie aus feindlichen Nationen stammten. Ihre Religion und ihr Status als Ausländer führten zu einigen Unterschieden in der Behandlung innerhalb der Armee im Vergleich zu den nichtjüdischen britischen Soldaten; eine solche Diskriminierung war jedoch nicht nur bei den Flüchtlingen zu beobachten. Britische Juden und Flüchtlinge aus neutralen oder befreundeten Nationen wie Frankreich oder Polen wurden vom Kriegsministerium manchmal ähnlich behandelt wie feindliche Ausländer“, fasst der britische Historiker Steven Kern die Situation bis 1943[15] Kern aao., Seite 132. zusammen.

Am Anfang war das Kitchener Camp

Die Instandsetzung der brachliegenden Kaserne „Kitchener Camp“ in Richborough bei Sandwich an der östlichen Ausfahrt des Ärmelkanals war aus dem hohen Spendenaufkommen finanziert worden, das unter dem Eindruck der Kristallnacht in Großbritannien gesammelt wurde. Von Anfang 1939 bis Mai 1940 wurden bis zu 4.000 jüdische Flüchtlinge aufgenommen. Es waren zumeist „Aktionsjuden“, die aus KZs mit der Maßgabe entlassen worden waren, Nazideutschland möglichst schnell zu verlassen und die auf Visas zur Weiterreise in Drittstaaten warteten. Das Lager wurde offiziell im Mai 1940 geschlossen, aber eine kleinere Gruppe verblieb dort und wurde nun interniert.

Ihnen, wie den Internierten auf der Isle of Man und in anderen Lagern, wurde angeboten, in das A.M.P.C. einzutreten. Lord Reading, Chef des A.M.P.C., fand im Oktober 1939 dort 750 Männer vor, die binnen vier Monaten weiterreisen wollten und 350 Männer, die zu alt oder zu jung waren. „Von den übrigen 2.100 Männern meldeten sich ungefähr 2.000 zur Rekrutierung.“ Bis Dezember 1939 gab der Inlandsgeheimdienst MI5 300 Bewerber frei. Dann verzichtete der Geheimdienst auf Überprüfungen[16] Muchitsch aao., Seite 23, zit. n. „I Understand the Risk“ von Norman Bentwich, London 1950, Seite 33. der in die Kategorie „C“ eingestuften Bewerber.

Nach anderen Angaben hatte sich 905 Flüchtlinge des Kitchener Camp schon im Januar 1940 freiwillig gemeldet, so dass zunächst 600 Mann verpflichtet werden konnten. Zuerst wurden fünf Kompanien[17] Peter Leighton-Langer „X steht für Unbekannt. Deutsche und Österreicher in den britischen Streitkräften im Zweiten Weltkrieg“, Berlin 1999, Seite 27. des A.M.P.C. á 300 Mann gebildet. Deren militärische Laufbahn begann mit der Ausbildung im Kitchener Camp und einem benachbarten Lager bei Richborough, bezeichnet als Ausbildungszentrum Nr. 3 des A.M.P.C. (Nr. 3 PCTC). Ein weiterer Ausbildungsort wa Ilfracombe (Grafschaft Devonshire).

General W.R. Birdwood vor 1920. Foto: Elliott and Fry via Wikipedia.

„I am the first Field Marshal to be received and take salute from over 1.000 Germans and Austrians in British uniform.“ (Feldmarshall Lord Birdwood ) im Januar 1940 bei der Inspektion[18] War Diary A.M.P.C. Nr.3, 15.1.1940. Zit n. Muchitsch aao., Seite 35. der ersten Ausländerkompanie (69. Company).

Wer sich dem Militär nicht anschließen wollten, wurden z.B. auf der Isle of Man interniert. Viele wurden im Juli 1940 auf der Dunera nach Australien deportiert. Etwa 150 Männer waren im Kitchener Camp geblieben, wo das Informationsministerium einen Abhördienst[19] Leighton-Langer aao., Seite 30. einrichtete. Dort wurde „mit 58 Radioempfängern alle deutschen Sender rund um die Uhr abgehört und wichtige Sendungen auf Wiedergabegeräten aufgenommen“.

England: Unbewaffneter Arbeitsdienst

Ärmelaufnäher des A.M.P.C. Von 2.405 ausländischen Pioniersoldaten[20] Muchitsch aao., Seite 35, zit. n. „War History of the Royal Pioneer Corps 1939-1945“ von Major E.H. Rhodes-Wood, Aldershot 1960, Seite 65. stammten 1.091 aus Deutschland, 628 aus Österreich, 228 waren staatenlos. Bild: Wikipedia.

Die britische Regierung verteidigte ihre Ablehnung der Bewaffnung[21] Der Parlamentarische Unterstaatssekretär Lord Croft am 22.7.1941 im Oberhaus, abgerufen am 11.1.2026. . der „alien pioneers“ des A.M.P.C. im Juli 1941 im Oberhaus:

„Meine Lords, feindliche Ausländer werden normalerweise nur zum Dienst im Pionierkorps eingezogen. Die Regel für Versetzungen von Armeeangehörigen lautet, dass Versetzungen im Interesse des Dienstes erfolgen müssen. Da Ausländer im Pionierkorps äußerst nützliche Arbeit leisten, gibt es nur wenige Fälle, in denen eine Versetzung in ein Kampftruppenkorps für den Dienst von Vorteil wäre. Es gibt keine absolute Regel gegen solche Versetzungen, aber Anträge werden nicht gefördert, da sie nur in sehr Ausnahmefällen genehmigt werden können. Bislang wurden noch keine solche Versetzungen durchgeführt.“

Viel später zeigten sich „wenige Fälle, in denen eine Versetzung in ein Kampftruppenkorps für den Dienst von Vorteil wäre“: Wohl erst mit längerfristigen Planungen einer alliierten Offensive auf Kontinentaleuropa bezog das britische High Command „enemy alien“-Soldaten und ihre besonderen Kompetenzen in die Überlegungen ein. Denn Muttersprachen, Dialekte und die Kenntnis regionaler Eigenheiten könnten bei Operationen im Hinterland der Nazi-Wehrmacht ebenso wie beim Führen von Verhören und als Dolmetscher genauso nützlich sein wie schnelle Einschätzungen zur Bedeutung erbeutete Dokumente.

„Alien“-Pioniere an der Front

Zwei der fünf ersten A.M.P.C.-Kompanien wurden schon im Mai 1940 an die Front bei LeHavre in Frankreich geschickt. Sie fungierten als „The Feeders of the BEF[22] „The Feeders of the BEF“ in „The Times“ vom 8.4.1940. Zit. n. Muchitsch aao., Seite 35.“, die die Last der logistischen Absicherung der British Expeditionary Force (BEF) trugen. Weil sie dort offenbar die einzigen Truppen waren, bekamen sie unerwartet Gewehre und eine ultrakurze Einweisung. Die eher unvorbereiteten Männer hatten zum Glück keinen Feindkontakt. Noch vor dem Rücktransport nach England, der dort am 13. Juni 1940 abgeschlossen wurde, wurden sie „entwaffnet, was in einer Kompanie fast zu einer Meuterei führte. Anstatt ihre Gewehre zurückzugeben, ließen die Soldaten ihre Waffen auf den Boden fallen. Statt einer Bestrafung jedoch handelten sie sich die Achtung ihrer Offiziere[23] „Unter den ersten in der Normandie“ aao. ein.“

Ein gewisses Maß an Nichtachtung der „alien“ Soldaten durch die britische Obrigkeit steht wohl auch hinter der folgenden Geschichte: „Die Rückkehr der Fremdenkompanien[24] „German- and Austrian-Jewish Volunteers in Britain’s Armed Forces 1939-1945“, Jahrbuch des Leo Baeck-Instituts XL 1995, Seite 29. Zit.n. Peter Leighton-Langer aao. aus Frankreich fand ungefähr gleichzeitig mit der Internierung der zivilen Feindausländer statt, und die Soldaten fanden zu ihrer großen Empörung, daß auch ihre eigenen Verwandten unter den Internierten waren. Besonders in der 88. Kompanie führte das zu großer Unruhe. Es wird erzählt, daß eine neuerliche Meuterei nur dadurch verhindert wurde, daß man einen höheren Beamten dorthin schickte, der den Soldaten versprach, ihre Verwandten würden sofort wieder entlassen werden.“

Der britische Propagandafilm „Lift Your Head, Comrade“ kam Im Dezember 1942 in die Kinos. Der Film beginnt mit er bewaffneten Parade, bei der Soldaten einer Pioniereinheit mit deutschen Namen aufgrufen werden. „Sie sind zu unserer Sache absolut loyal“. Der FIlm unterstellt, „Alien“-Pioniere würden grundsätzlich an Waffen ausgebildet. Drehbuchator war der Flüchtling Arthur Koestler[25] Kurzinfo zum Film auf imdb, abgerufen am 1.2.206. Zum Film auf YouTube..

No. 3 Troop: Geheime Kämpfer

Das „No.10 (Inter-Allied) Commando“ wurde am 2. Juli 1942 als multinationale Einheit gebildet. Mit 11 „Troops“ für Deutsche und Österreicher, Holländer, Belgier, Franzosen, Norweger, Dänen, Polen und Jugoslawen wurde No. 10 die größte britische Kommando-Einheit im 2. Weltkrieg.

Im Nr.3 Troop wurden Deutsche, Österreicher und einige Deutschsprachige mit Wurzeln in anderen Ländern zusammengefasst. Die meisten hatten ihre Heimat verlassen müssen, um der antisemitischen Verfolgung[26] Wikipedia über das No. 10 (Inter-Allied) Commando, abgerufen am 9.1.2026. durch die Nazis zu entkommen. „Wir trugen alle ganz gewöhnliche englische Namen – Andrews, Arlen, Kershaw, Masters“, erinnert sich Peter Masters[27] Im Weiteren werden auch die anglisierten Kampfnamen der Soldaten angegeben. (Peter Arany, „aber kaum einer sprach akzentfreies Englisch. Alle Polen, die eine Ausbildung durchliefen, trugen einen Ärmelaufnäher mit dem Wort Poland, desgleichen Franzosen, Holländer oder Tschechen. Aber die Angehörigen dieser merkwürdigen Gruppe (die Deutschsprachigen) trugen Abzeichen englischer Regimenter: The Queen’s Own, Buffs, Hampshires. Wo zum Teufel hatte die britische Armee diese schrägen Vögel[28] Peter Masters „Kommando der Verfolgten. 87 Elitesoldaten im Kampf gegen Hitler“, München 1999, ISBN 3-7951-1649-X, Seite 20. aufgegabelt?“ „Die Erkennungsmarken[29] Ebenda., Klappentext. wiesen sie zudem als Mitglieder der ‚Church of England‘ aus.“

Diese Legenden als britische Bürger dienten als Tarnung. So konnten sie sich z.B. im Fall einer Gefangennahme als Briten (wegen des Akzents vielfach als Waliser) ausweisen und sollten so vor der Identifikation durch den Feind als Juden oder Flüchtlinge geschützt werden. „Weil sie unbekannte Krieger sein werden … müssen sie zwangsläufig als unbekannte Größe betrachtet werden. Da das algebraische Symbol für Unbekanntes X ist, nennen wir sie X-Troop“, wird Winston Churchill[30] Ian Dear „Ten Commando“ UK 1987, ISBN 9780586204320 Seite 6 und Leighton-Langer aao., Seite 20. als Schöpfer der inoffiziellen Bezeichnung namhaft gemacht.

Das Erkennungszeichen der britischen Kommandoeinheiten im 2. Weltkrieg. Foto: Wikipedia.

Ärmelaufnäher der Kämpfer aus der CSR, Norwegen und Polen. Fotos: Commando Veterans Archive (Montage: dunera.de).

Ausbildung und erster Einsatz bei Dieppe

Unter dem Kommando von Captain Bryan Hilton-Jones begann im Juli 1942 die Ausbildung der ersten acht Rekruten, von denen sieben aus dem Pioneer Corps[31] Klaus Stübiger „Kurzgeschichte der Einheit“, abgerufen am 10.1.2026. kamen. Dies geschah unter strenger Geheimhaltung bei Achnacarry (Schottland). Die Ausbildung umfasste u.a. Fitness, Tempomärsche, Waffenausbildung, Kartenlesen, Klettern, Kleinbootführung und Sprengungen bei Tag und Nacht. Im Mai 1943 wurde die Ausbildung[32] Wikipedia über No. 10 (Unter-Allied) Commando aao. an der Kanalküste (u.a. Bergsteigen und arktische Kriegführung) fortgesetzt. Ein Teil der Truppe nahm bei Manchester an einem Fallschirm-Lehrgang teil. Sie „waren in der Tat die mit Abstand am Besten ausgebildete Gruppe[33] Martin Sugarman „No 3 (‚Jewish‘) Troop, No. 10 Commando“ (Nominal Roll). Commando Veteran Org (online), abgerufen am 9.1.2026. in der britischen Armee“.

Fünf der acht Männer des No. 3 Troop waren schon im August 1942 der Operation „Jubilee“ zugeteilt worden. Der von Lord Mountbatten veranlasste und unter Beteiligung des später durch die „James Bond“-Romane bekannt gewordenen Ian Fleming geplante Angriff von 6.100 Briten und Kanadiern auf Dieppe am 18./19. August 1942 schlug unter hohen Verlusten vollkommen fehl. Maurice Latimer (Moritz Löwy oder Levy), George Lane (Georg Lanyi), drei anderen Kameraden des X Commando und anderen gelang es nicht, wichtige Dokumente zu sichern „und wenn möglich einen neuen deutschen Respirator[34] Andrew Gumbel „Raid on Dieppe masked secret mission to steal Nazis‘ Enigma machine“, The Guardian am 9.5.2021, abgerufen am 10.1.2026.“ (die Codiermaschine Enigma zu beschaffen. Auf britischer Seite waren 1.179 Gefallene und 2.190 Gefangene[35] Wikipedia über die Operation „Jubilee“ und den „Dieppe Raid“, abgerufen am 10.1.2026. zu beklagen. Die Wehrmacht meldete 591 Verluste.

„Zuerst traf es die Männer der Eliteeinheit Commando Nr. 3: Ihre Landungsboote trafen genau gegen 3.47 Uhr auf einen parallel zur Küste fahrenden kleinen deutschen Konvoi. Beide Verbände liefen aus Sicherheitsgründen ohne Positionslichter.“ Die Deutschen waren möglicherweise über den Angriff informiert[36] Johann Althaus „Warum die erste Invasion in Frankreich scheiterte“. 12.9.2024, Die Welt online, abgerufen am 10.1.2026. und „wehrten sich – mit Leuchtspurmunition, die das küstennahe Wasser schlagartig hell werden ließ.“ Drei der fünf[37] „Kurzgeschichte der Einheit“ aao. Soldaten des X Commando kamen nicht zurück.

Erst im April 1943 wurde die volle Planstärke des No. 3 Troop No.10 (Inter-Allied) Commando erreicht. Die 86 Soldaten waren aus 350 Bewerbungen ausgewählt worden.

Sizilien, Normandie, Niederlande

Vielfach wurden Männer des X Commando für Sonderaufgaben zeitweise zu anderen Einheiten abkommandiert. Bei der alliierten Landung auf Sizilien im Juli 1943 waren vier Männer den Royal Marine Commandos 40 und 41 zugeteilt. Sie wurden z.B. als Verhörführer, Dolmetscher, im Nachrichtendienst oder als Aufklärer eingesetzt.

Am D-Day, der alliierten Landung in der Normandie am 6. Juni 1944, waren fast alle Männer des No. 3 Troop verschiedenen Gruppen zugeteilt. Bei einem Unternehmen im Vorfeld der Landung geriet der als erster X Commando zum Offizier beförderte George Lane[38] Ebenda. (der aus Ungarn stammende Georg Lanyi) in Gefangenschaft. Bei seiner Befragung durch Generalfeldmarschall Rommel antwortete er so geschickt und mit typisch britischem Humor, dass Rommel schließlich sogar für seine Sicherheit garantierte. „Lanes Waliser Akzent und seine Legende hielten auch in mehreren von der Wehrmacht inszenierten Gestapo-Scheinverhören allen Tests stand.“

Während der Schlacht an der Scheldemündung, Anfang November 1944, war der No. 3 Troop u.a. eingesetzt, um die stark befestigte Inseln Walcheren (Operation Infatuate) zu erobern und damit die Zufahrt zum Tiefseehafen von Antwerpen zu sichern. Weitere Einsätze waren u.a. bei den Überquerungen des Rheins bei Wesel (Operation Plunder) am 23. und 24. März 1945 und der Aller im April 1945.

Britische Commando-Soldaten gehen bei Vlissingen auf der Insel Walcheren an Land. BIldquelle: Europe Remembers Online (public domain).

Nach Kriegsende[39] Ebenda. unterstützten Männer des X Commando den Militärgeheimdienst u.a. bei Verhören von Rüstungsmanagern, Kriegsverbrechern der SS und der Gestapo und halfen dabei, „Werwolf“-Sabotagegruppen auffliegen zu lassen.

Trotz allem Briten zweiter Klasse?

Trotz ihrer Verdienste wurden die Kommandosoldaten ausländischer Herkunft offenbar nicht ohne Weiteres vollwertige britische Staatsbürger. Als der Ex-Dunera Deportierte Andrew Peter Carson (Peter Andreas Carlebach) 1944 eine Britin heiratete, wurde ihr sofort die britische Staatsangehörigkeit aberkannt. Ihr Mann sei „Bürger eines Staates, der sich im Krieg mit Seiner Majestät befindet“, wurde das begründet. „Miriam Rothschild beispielsweise kritisierte die Regierung jahrelang wegen ihrer Heuchelei, dass die X Troopers zwar zum Kampf für die Krone entsandt worden waren, aber erst mehrere Jahre nach Kriegsende die vollen Rechte als britische Untertanen erhielten“, stellt die Historikerin Leah Garrett zur Behandlung von X Troopers als Briten zweiter Klasse[40] Leah Garrett "X Troop", UK 2021, ISBN 97812529111613, Seiten 264/265. fest. Auf ihrem Besitz Ashton Wold (Northamptonshire) legte Dame Miriam Rothschild aus der jüdischen Bankiersdynastie einen Hain zur Erinnerung an die Gefallenen des No. 3 Troop an.

Neun Dunera Boys im X Commando

Eine erste Online-Recherche führte u.a. zu Martin Sugarmans Liste mit mehr als 100 Namen[41] „Kurzgeschichte der Einheit“, aao. von Kämpfern des X Commando. Das dort veröffentlichte Geburtsdatum ermöglichte den Abgleich mit den digitalen Dunera-Personalakten un National Archive of Australia (NAA). Erlebnisse, Anekdoten und Hintergründe berichteten die ehemaligen X Commandos Peter Leighton-Langer und Peter Masters in ihren Erinnerungsbüchern. Eine wertvolle Unterstützung waren die historische Arbeiten von Wolfgang Muchitsch und Ian Dear sowie die Websites des Commando Veterans Archive[42] Commando Veterans Archive, Bereich zum 10 Commando, abgerufen am 9.1.2026. und von Klaus Stübiger. Weitere persönliche Daten waren bei Stammbaum-Plattformen wie ancestry.de recherchierbar.

So wurden neun Männer bestätigt[43] Vgl. Garrett aao., Seite 303, Fußnote 35., die nach ihrer Rückkehr aus der Internierung in Australien im A.M.P.C. dienten, sich freiwillig zu den Kommandoeinheiten meldeten und zum X Commando versetzt wurden.

Richard Arlen (Pte. Richard George Abrahamowicz)

Der ehemalige Trainer, Weltergewichts-Boxer und Finalist einer Jugend-EM wurde am 4. Januar 1923 in Wien geboren.An ihn erinnert eine Inschrift im Bayeux Memorial.

„Mit derselben grimmigen Entschlossenheit, die ihn trotz eines gebrochenen Daumens im Finale der europäischen Jugendmeisterschaft im Boxen in die achte Runde gebracht hatte, stürzte er sich jetzt in die Ausbildung. Bei Übungen[44] Masters aao., Seite 104. achtete er nicht auf die Zahlenverhältnisse und griff weit überlegene Kämpfer als Einzelkämpfer an.“

„Am Tag nach der Landung (in der Normandie, dunera.de) fanden heftige Kämpfe innerhalb des Dorfes Franceville-Plage statt. Dabei kam es zu einem erfolglosen Versuch, die Kampfhandlungen zu beenden. Arlen ging unter weißer Flagge und ohne Begleitung in die feindlichen Stellungen und verlangte deren Übergabe, ‚da sich hinter den Briten weitere drei Divisionen befänden und jede weitere Kampfhandlung eine Blutverschwendung wäre‘. Diese Aufforderung wurde mit Maschinengewehrfeuer und einem Gegenangriff beantwortet. Wütend eilte Arlen zurück, nahm seine Maschinenpistole und lief auf die Stellung zu, aus der auf ihn gefeuert worden war. Dabei wurde er sofort getötet[45] Leighton-Langer aao., Seite 135. Auch Masters aao., Seite 271..“

Richard Arlen. Foto: Commando Veterans Archive.

Gotthard (Gerhard) Baumwollspinner (Pte. Robert Gerald Barnes)

Der Bauingenieur wurde am 4. Dezember 1918 in Cottbus geboren. Ab 1947 arbeitete er in England als Zeichner. Er starb am 14. Dezember 1984 in Great Broughton, Middlesborough. Er wurde für den Einsatz in Italien als Fallschirmspringer[46] Masters aao., Seite 135. ausgebildet. Masters beschreibt eine Situation während der Ausbildung:

„Barnes, von Beruf Ingenieur, war für diesen Kurs als Schütze eines Bren-Maschinengewehrs eingeteilt, und ich war sein Ladeschütze. Wir wussten, dass wir unser MG wegen der täglichen Salzwasserbäder häufig würden reinigen müssen. Barnes pflegte seine Waffe vorbildlich“, erinnert sich Masters[47] Ebenda, Seite 169.. Die Geschichte geht weiter, als ein Offizier Ölspuren an dem MG kritisierte. „So durfte man mit Barnes nicht über sein Bren reden. Er richtete sich noch strammer auf, als er bisher schon dagestanden hatte. ‚Sir, wie der Name schon sagt, ist das Bren-Maschinengewehr eine Maschine. Eine Maschine muss geschmiert werden – mit Öl. Dieses Öl muss vor der Inspektion abgewischt werden.‘ ‚Und?‘ ‚Heute ist ein schöner, warmer Tag, nicht wahr, Sir?‘ ‚Allerdings.‘ ‚An solchen Tagen bewirkt die erhöhte Temperatur, dass bei einer richtig geölten Maschine etwas Öl aus den Poren austritt. Bliebe sie trocken, wäre sie von Anfang an nicht richtig geölt gewesen, Sir!‘ Der Offizier ergriff hastig die Flucht.“

Ein Soldat des No. 9 Commando mit einem leichten Bren-MG. Foto: Wikipedia.

Über das Unternehmen „Partridge“ nördlich von Neapel berichtet Leighton-Langer[48] Leighton-Langer, aao., Seite 129.: „In den felsigen Hügeln, in denen das 9. und 43. Commando operierte, wurde Barnes, der dem 9. zugeteilt war, bei einem Angriff über offenes Terrain am Monte Ornito durch ein Granatwerfergeschoß schwer verwundet. Dafür wurde er mit der British Empire Medal oder der höheren Medal of the Order of the Britisch Empire ausgezeichnet.“

Sein Kamerad Harold George „Nobby“ Kendall[49] Masters aao., Seite 195. (Günther Hans Knobloch) setzt fort: „Ich war am Monte Inga dabei, als Barnes verwundet wurde – es waren zahlreiche Wunden, verursacht durch den Einschlag einer Werfergranate.“ Kendall erkundigte sich im Feldhospital nach seinem Kameraden. „Der Obergefreite schlug in seinem abgenutzten Notizbuch nach und deutete auf eine Futterkrippe an der Wand, in der eine in einen Gasumhang gehüllte bewegungslose Gestalt lag. ‚Ist er schon versorgt?‘, fragte ich. ‚Noch nicht‘, antwortete der Obergefreite. ‚Triage, wissen Sie. Die mit den besten Überlebenschancen müssen wir zuerst behandeln.‘ ‚Bitte‘, sagte ich, ‚er ist mein Kumpel‘. Ich blieb beim ihm, bis wir zwei Tage später wieder abstiegen – Barnes auf einem Maultier. (…) Barnes überlebte den Krieg, blieb aber schwer behindert.“

Andreas Peter Carlebach (Pte. Peter Andrew Carson)

Der am 27. Oktober 1919 in Berlin geborene Teehändler nannte den Methodismus als seinen Glauben. Er heiratete 1944 eine Britin; sie hatten drei Kinder. Er starb am 30. März 2004 in Schottland.

Über das Abseilen an der Steilküste[50] Ebenda, Seite 158/159. der britischen Kanalküste nahe den Seven Sisters bei der Stadt Eastborn wird berichtet: „Als Andrew in die Tiefe gelassen wurde, wie es beim Führer eines Trupps üblich war, schnürte das Seil ihm die Luft ab. Dem Ersticken nahe zog er sein Commando-Klappmesser und schnitt sich los. Carson, ein ruhiger, ernsthafte Sportler, der Pfeife rauchte, Rugby spielte und britischer wirkte als die meisten von uns, hatte seine Notlage signalisiert. (…) Niemand wusste genau, ob Carson fünfzehn oder zwanzig Meter tief abgestürzt war. Jedenfalls lag er bewegungslos und blutend am Fuss der Seven Sisters. Wir alle waren gelähmt vor Schreck – bis auf Gerald Nichols (Dunera Boy Gerhard Nell), der zu ihm lief und ihn aufhob. (…) Nichols trug Carson in die Brandung hinaus und konzentrierte sich darauf, sein Gleichgewicht zu halten, während er ins schäumende dunkle Wasser hinauswatete. Er legte Carson vorsichtig in das schwarze Schlauchboot und paddelte zum Motorboot hinaus. (…) Wie durch ein Wunder kam er mit dem Leben davon, obwohl er nie wieder zu No. 3 Troop zurückkehren konnte.“

Peter Carson. Foto: Commando Veterans Archive.

Hans Georg Fürth (Lt. Anthony Firth)

Dokumente verschiedener Institutionen sind sich über den 7. September 1918 als Geburtsdatum einig. Jedoch werden Leipzig (NAA), Bamberg (Home Office) oder Halle (Sugarman) als Geburtsort genannt. Vor der Deportation nach Australien war er im britischen Lager Kempton Park interniert. Als Beruf nannte er im UK Automobil-Ingenieur und Exportkaufmann auf Jobsuche, in Australien gab er Schauspieler an. Religion: Protestant. Im australischen Camp Nr. 8 Hay[51] Dean aao., Seite 41. „engagierte Firth sich in allen Aspekten des Showbusiness im Lager, was sich (…) nach dem Krieg für ihn als sehr nützlich erwies“. U.a. wirkte er an den Lager-Stücken[52] Vgl. Garrett aao., Seiten 40/41. „Journey’s End“ und „The Importance of Beeing Earnest“ mit. Nach dem Krieg ging er nach Kanada.

Über eine Episode aus Fürths letzter Zeit in Deutschland berichtet Masters[53] Masters aao., Seite 40/41.: „Der Direktor von Hans Georg Fürths (Tony Firth) Gymnasium ersuchte seine Mutter, seinen besten Hockeytorwart noch nicht gleich aus Deutschland wegzuschicken – zumindest nicht vor Abschluss der laufenden Meisterschaft. Da die Atmosphäre immer bedrohlicher wurde, schickte Frau Fürth ihn trotzdem nach England, weil das Leben ihres Sohns ihr wichtiger erschien als seine bis dahin ungeschlagene Mannschaft. Ohne Hans Georg im Tor schied die Mannschaft in der nächsten Runde aus.“

Auch er blieb von einem Ausbildungsunfall[54] Ebenda, Seite 160. nicht verschont. „Als Toby Firth eines Tages von einem Felsbrocken, den das sich über ihm bewegende Seil losgerissen hatte, am Kopf getroffen wurde, zog er sogar noch Vorteile aus dem Unfall. Denn als wir am nächsten Tag auf einem Eilmarsch von Littlehampton aus durch Rustington keuchten, kam uns auf der kalten, windigen, mit Stacheldrahthindernissen gesicherten Strandpromenade unser gutaussehender Tony entgegen, der wie Rudolph Valentino persönlich aussah. Mit einem turbanartigen weissen Kopfverband hatte Tony in seiner Rolle als Scheich aus Arabien eine einheimische Schöne am Arm.“

„Er war ein Skisportler[55] Leighton-Langer aao., Seite 148., eine Betätigung, der er bis ins hohe Alter nachging.“

Werner Goldschmidt (Captain Vernon „Ducky“ Dwelly)

Geboren am 29. Oktober 1921 in Mannheim, Versandangestellter. Nach Ende des Krieges arbeitete er bei American Express[56] Masters aao., Seite 447., zuletzt als Vizepräsident.

Er erinnert sich[57] Vernon Dwelly „My ‚War Career‘“. In Dunera News Nr. 111, Seite 6f., abgerufen am 10.1.2026.: „Sobald wir qualifiziert waren, hatten wir Privilegien wie zum Beispiel, dass wir nicht in Baracken, sondern in ‚privaten Unterkünften‘ wohnen durften, wo Familien gebeten worden waren, einen Beitrag zum Krieg zu leisten. Sie hatten keine Ahnung, wer wir waren, aber viele wurden zu langjährigen Freunden.“

Vernon Dwelly war einer der Ausbilder[58] Masters aao., Seite 102. des X Commando für den unbewaffneten Nahkampf. Dwelly, nun Leutnant, war als Nachrichtenoffizier an den schon erwähnten Kämpfen einer Gruppe mehrerer Kommando-Einheiten gegen die deutsche Besatzung der Antwerpen vorgelagerten Insel Walcheren Anfang November 1944 beteiligt.

Darüber schreibt er[59] Dwelly aao.: „Es war Ende 1944 und es kam zu einer hart umkämpften Schlacht. Ich wurde mit einigen meiner Soldaten einer Marinekommandoeinheit zugeteilt, die bei der kanadischen Armee diente. Mein Landungsboot wurde von einer Mine gesprengt. Ich landete im Wasser und war zwar völlig durchnässt, aber wie durch ein Wunder unverletzt. Die folgenden Tage voller Kämpfe, Nässe und Kälte führten zu einer doppelten Lungenentzündung, sodass ich zur medizinischen Versorgung nach Knocke, Belgien, evakuiert wurde.“

Nach Kriegsende wurde er, wie viele seiner Kameraden zum Field Security Service versetzt. Im Rang eines Majors[60] Leighton-Langer aao., Seite 146. befehligte er eine der Sektionen 446, 447 und 448, ebenso wie die X Commandos Captains Scott und Nichols. „Wir haben Nazis verfolgt, aber eigentlich haben wir die meiste Zeit damit verbracht, Russen aufzuspüren, die in den Westen eingedrungen waren.“ Die angebotene militärische Laufbahn[61] Dwelly aao. lehnte er ab. Zur Zusage auf ein Jobangebot des britischen Außenministeriums riet ihm ein Freund: Weil er finanziell abhängig sei, würde er „‚ein Ja-Sager werden, der der Regierung gehört‘. Das führte auf indirekten Wegen zu meiner internationalen Karriere bei American Express.“

Hans Julius Guttmann (Sgt. Ronnie Gilbert)

Er wurde am 28. September 1919 in Singen (Baden) geboren. In England arbeitete er auf einer Farm bei Thirlby Thirsk (Nord Yorkshire). In Australien war er im Camp 8 Hay untergebracht.

Der Teilnehmer an der Landung in der Normandie erlitt am 19. August 1944 bei einem Kampf mit einer feindlichen Patrouille bei Grande Ferme du Boisson eine Beinverletzung[62] Leighton-Langer aao., Seite 143., die eine Behandlung in England erforderte. Nach dem Krieg soll er laut X Commando John Envers (Hans Gunter Engel) beim britischen Nachrichtendienst in Düsseldorf gearbeitet haben. „Er sagt auch, ‚Ronnie war Spion’ und dass er die Medaille des Ordens des britischen Reiches[63] Member of the Most Excellent Order of the British Empire (MBE) ist die fünfte und niedrigste Stufe des britische Verdienstordens. Siehe Wikipedia, abgerufen am 26.1.2026. (MBE) erhalten[64] Leighton-Langer aao., Seite 208. habe.“

Masters ergänzt diese Anekdote[65] Masters aao., Seite 449.: „Auch die Deutschen wollten ihm für seine ausgezeichnete Arbeit bei der Aufspürung von Kriegsverbrechen einen Orden verleihen. Ein altes englisches Gesetz (aus der Zeit von Elisabeth I.) verbot ihm die Annahme dieser Auszeichnung, aber das war ein Triumph für einen unserer Jungs, der in der Kristallnacht gezwungen worden war, bei der Zerstörung der Synagoge in seiner Heimstadt Singen mitzuwirken.“ Diese Anekdote erinnert an den Autopionier Joseph Ganz, dem Australien die Entgegennahme des Bundesverdienstkreuzes verweigerte.

Ronnie Gilbert als Sergeant. Foto: Commando Veterans Archive (Quelle Robert Greenslade).

Max Werner Lewinsky (Pte. Max Laddy)

Geboren in Prag am 19. August 1911. Er war Choreograf und Tänzer in Wien. „Kreuz auf dem Grab“ in Aberdovey, vermerkt Sugarman. Das ist korrekt, denn Lewinsky nannte als seine Religionszugehörigkeit in Australien „Protestant“. Schon vor der Deportation nach Australien hatte er einige Zeit als Landarbeiter[66] Beitrag über X Troop auf Refugees from National Socialism in Wales, abgerufen am 10.2.2026. in Lower Machen bei Newport (Wales) gelebt. 1943 hatte er Margaret Rees aus Averdyfi geheiratet. Beerdigt wurde er auf dem Soldatenfriedhof in Hermanville sur Mer bei Caen.

Im Hauptquartier des X Commando in Aberdyfi (Wales) war er als Sanitäter ausgebildet worden. Masters erinnert sich: „Max hatte mir mit seiner Schere einen Granatsplitter aus dem Hintern operiert, während ich bewusstlos war.“ Laddy fiel am D-Day[67] Ludwig Boltzmann Gesellschaft Wien, Biografien, Kurzbiografie Max Laddy. Abgerufen am 9.1.2026., dem 6. Juni 1944, beim alliierten Sturm auf Sword Beach und wahrscheinlich schon in einem Landungsboot. Auf einem Gedenkstein[68] Masters aao., Seite 12. für die Gefallenen aus Aberdyfi ist sein Name eingraviert.

Gerhard Heinz Hermann Nell (Captain Gerald Peter Nichols)

Der Chemieassistent und Protestant wurde am 8. Oktober 1920 in Berlin geboren. In australischer Internierung lebte er im Camp 8 Hay. Nach Kriegsende[69] Leighton-Langer aao., Seiten 134, 236. war er Kommandant einer Sektion des Field Security Service und der mit der Verfolgung von Nazis befasst. Später wechselte er zur britischen Informationskontrolle in Schleswig Holstein. Er war in England verheiratet und hatte zwei Kinder. Er starb am 4. August 1997.

Wie Nichols seinen Kameraden Carson rettete wurde zuvor berichtet. Bei der Normandie-Landung führte er, damals als Corporal, eine fünfköpfige Gruppe[70] Dean aao., Seite 128.. Auf einem Bauernhof bei Breville trug er am 13. Juni 1944 den schwer verletzten General Lord Lovat, Kommandeur der 1. Commando Brigade, aus dem Feuer. Masters berichtet über den Artillerieangriff[71] Masters aao., Seite 275/276.: „Um uns herum war die Hölle los. Nichols stürmte durch den Torbogen zu unserem Brigadegeneral, der bewegungslos und aus mehreren Wunden blutend dalag. Gerald hob Lovat mitsamt seinem gegabelten Watestock auf, legte ihn sich über die Schulter und schleppte ihn unter seinem Gewicht taumelnd – Lovat war groß und schwer – in den Hof zurück. Um uns herum schlugen weiter Granaten ein, und die Bergung unseres toten Kommandeurs erschien bestenfalls tollkühn. Warum damit nicht warten, bis das Artilleriefeuer aufgehört hatte? Aber zwei von uns rannten los, um Nichols zu helfen, bevor er zusammenbrach. Er liess Lovat von der Schulter gleiten und rief nach dem Stabsarzt …“ Im Raum Breville wurde Nichols später durch Granatsplitter am Unterkiefer verletzt und zur Behandlung nach England gebracht.

Stehend: Mason, Nichols, Matsters; sitzend MvGregor, Drew (v.l.n.r.). Foto: Commando Veterans Archive.

Egon Vogel (Sgt. Ernest Robert Villiers)

Er wurde am 7. September 1918 in Hamburg geboren. Sein Vater hatte die Familie verlassen, seine Mutter war Jüdin. Er hatte eine Ausbildung[72] Informationen über die Familie von Egon Vogel von Alexander Berkel. als Schlosser. Quartiergeber in London[73] Erfassungsbogen der Volkszählung vom 29.9.1939 für die Sutton Court Road, London Brentford-Chiswick via ancestry.de. waren der Polizist Leonard Hurrell und seine Frau Marguerite.

Nach der Rückkehr aus Australien schloss er sich dem Auxiliary Military Pioneer Corps an, bevor er für die Kommandotruppen angenommen und als Ernest Robert Villiers dem No. 3 Troop (X Commando) des 10. (Inter Allied) Commando zugeteilt wurde. Während der Ausbildung in Aberdovey wohnte er mit Tony Firth, Colin Anson und zwei weiteren Kameradem in dem großen Haus der Familie Edwards[74] Vgl. Garrett aao., Seite 82..

„Als meisterhafter Tresorknacker[75] Masters aao., Seite 103. hatte er so empfindliche Finger, dass er die Kombination eines Zahlenschlosses erfühlen konnte. Außerdem kannte er alle Schließmechanismen so genau, dass er die meisten – manchmal mit improvisierten Hilfsmitteln wie Zelluloidstreifen oder Drahtstücken, wenn seine Finger nicht genügten – in kürzester Zeit öffnen konnte. Er unterrichtete uns darin, aber keiner von uns konnte ihm auch nur annähernd das Wasser reichen.“ Villiers wurde am 23. Juni 1944 in der Normandie[76] Commando Veterans Archive, abgerufen am 11.1.2026. bei den Kämpfen um Sallenelles bei Caen verwundet.

Sergeant „Robbie“ Villiers starb am 24. März 1945 an den Verletzungen, die er bei der Überquerung des Rheins[77] Alexander Berkel u.a. „Krieg am Niederrhein“ Online,  abgerufen am 11.1.2026. (Operation Widgeon) nördlich von Wesel auf seinem „Buffalo“ Amphibienpanzer erlitten. „Ein Blick über die Seite zeigte mir einen Buffalo, der mitten auf dem Rhein brannte. Später hörten wir die furchtbare Nachricht[78] Leighton-Langer aao., Seiten 145., dass Robbie Villiers (der jedes Schloss knacken konnte) und Seymour, beide aus 3 Troop zu 46 Royal Marine Commando abgestellt, in den Flammen umgekommen waren.“

Das einzige bestätigte Foto mit Egon Vogel (ganz unten). Er machte gemeinsam mit Masters und Madson, darunter Carson, Firth und Wallen und Gilbert (v.l.n.r.). Bildquelle: Peter Masters.

„In proud, loving memory
of our dear Ernest.
Never to be forgotten
by the Hurrells“

Die Inschrift[79] „For Everyone. Stories of the Fallen“ Online, abgerufen am 11.1.2026., die seine Quartiergebenfamilie Hurrels auf dem Grabstein anbringen ließ, zeigt den großen Respekt vor dem Soldaten des X Commando und dokumentiert zugleich, dass die Kämpfer des No. 3 Troop No. 10 (Inter-Allied) Commando nicht mehr als Ausländer angesehen wurden.

Das Grab von Ernest Robert Villiers auf dem Soldatenfriedhof im Reichswald bei Kleve. Foto: Alexander Berkel.

„Stets äußerst zufriedenstellend“

Das Foto des No. 3 Troop des 10. (Inter Allied) Commando ((X Commando) ) entstand 1943 während einer Ausbildungsperiode bei Aberdyfi (Wales).
Legende (Auswahl er im Text erwähnten No. 3 Troopers): 3 Masters, 11 Carson, 14 Sayers, 15 Laddy, 16 Gilbert, 29 Griffith, 38 Arlan, 41 Barnes, 43 Nichols, 47 Wallen, 49 Mason, 54 Hilton-Jones, 61 Villiers. Nicht im Bild: Dwelly, Firth und Nell. (Laut einer jüngeren Veröffentlichung ist Nr. 11 unbekannt und Nr. 61 nicht Villiers sondern Carson).
Bildquelle, Grafik und Legende: Commando Veterans Archive, Archiv Colin Anson.

Die britische Armee bewertete den No. 3 Troop No. 10 (Inter Allied) Commando mit höchstem Lob. Generalmajor R. G. Sturges, GOC Commandoes and Special Service Group, schrieb schon 1944/45, dass die Einheit „für Aufgaben von hochgradig kämpferischer Natur ausgebildet und eingesetzt worden sei und aus Freiwilligen besteht … ihr Verhalten und ihre Arbeit waren stets äußerst zufriedenstellend … Dies ist eine gute Untergruppe, die gut für sich selbst sorgen kann und hervorragende Arbeit geleistet hat.“

Bryan Hilton-Jones[80] Zitate von Hilton Jones und Sturges und die Information über Griffith/Glaser zit. nach Martin Sugarman „No 3 (‚Jewish‘) Troop, No. 10 Commando“ (Artikel) Seite 2, Commando Veteran Org (online), abgerufen am 9.1.2026. der erste Kommandeur des No. 3 Troop, erinnerte sich, dass seine Einheit „auffallend erfolgreich war und allseits großes Lob erhielt, was am besten dadurch verdeutlicht wird, dass viele als Offiziere in die Kommandotruppen aufgenommen wurden, denen sie angehört hatten. … Sie waren der interessanteste und wertvollste Zweig des No. 10 Commando.“ Deutlich werde das u.a. am Beispiel von Captain K. J. Griffith (Kurt Joachim Glaser), dem ersten jüdischen Kommandeur der Truppe, der am 11. April 1945 bei der Überquerung des Flusses Aller getötet wurde.

In Aberdovey (Schottland), einem der Ausbildungsorte, erinnert ein Denkmal an die jüdischen Kämpfer: „For the members of 3 Troop 10 (IA) Commando who were warmly welcomed in Aberdyfi while training for special duties in battle 1942-1943. Twenty were killed in action“.

88 Kämpfer[81] Sugarman (Nominal Roll) aao. des „No. 3 Troop No. 10 (Inter-Allied) Commando“ wurden befördert, 19 von Ihnen zu Offizieren. 21 wurden bei Kampfhandlungen getötet, 22 verwundet. Allein von den 44 Männern, die am D-Day an der Erstürmung der Normandie-Küste beteiligt waren, wurden 27 getötet, verletzt oder gefangen genommen.

Nach dem Krieg

Nach der Auflösung der Einheit im September 1945 blieben viele Kämpfer in der Armee oder wurden mit anderen militärischen Bezügen – oft geheimen – Aufgaben im besetzten Deutschland eingesetzt. Viele nahmen die versprochene britische Staatsbürgerschaft[82] „Kurzgeschichte der Einheit“ aao. an und blieben auf der Insel oder gingen in andere englischsprachige Länder. Nur wenige kehrten nach Deutschland zurück.

Die Öffentlichkeit erfuhr Genaueres über das „No. 3 Troop No.10 (Inter-Allied) Commando“ und die Leistungen der „enemy alien“ Kommandosoldaten wahrscheinlich erstmals durch einen 1971 veröffentlichen Nachruf[83] Kevin Fitzgerald, Nachruf Bryan Hilton-Jones in „In Memoriam“, Alpine Journal“ Nr. 76/1971, Seite 329/330. Siehe Alpin Wiki, abgerufen am 9.1.2026. für Bryan Hilton Jones. Die historische und Erinnerungs-Literatur brauchte fast zwei weitere Jahrzehnte, um das Thema aufzugreifen.

Hinweise: dunera.de dankt dem Historiker Alex Berkel. Seine Anfrage zum Dunera Boy Egon Vogel (Robert Villiers) regte die Recherchen zum X Commando und diesen Artikel an.

Bei den aus dem Buch von Peter Masters entnommenen Fotos wurden der blaue Farbstich und der Dunst entfernt sowie eine Tonwertkorrektur vorgenommen, um den Eindruck der Fotos zu verbessern.

Fußnoten

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  • [1]Peter Leighton-Langer „Unter den ersten in der Normandie“ in „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ vom 14.10.1996, zit. nach Dunera News Nr.38, Seite 6f, abgerufen am 11.1.2026.
  • [2]Japan trat mit dem Angriff auf Pearl Harbor am 7.12.1941 in den Krieg ein, abgerufen am 25.8.2025.
  • [3]Wikipedia über die Luftangriffe auf Australien, abgerufen am 25.8.2025.
  • [4]„Employment and Works Companies – RAE WW2“, Virtual War Memorial Australia, abgerufen am 10.1.2026.
  • [5]Vgl. Aktennotiz des General-Adjudanten für das australische Parlament, 29. März 1946. National Archives of Australia (NAA), NAA_ItemNumber4938132, Blatt 28, Ziffer d.
  • [6]Lebrecht, Franz, „Bericht über Erlebnisse während der Zeit des Dritten Reiches, - u.a. aus 4 Konzentrationslagern“ vom 10. April 1960 für die Wiener Library, London, Seite 27.
  • [7]Letter of Authority for Major J.D. Layton, from Herbert Morrisson, Home Secretary, United Kingdom, vom 28.1,1941. Vgl. Paul R. Bartrop, Gabrielle Eisen, "The Dunera Affair", Seite 86.
  • [8]Carol Bunyan, Liste der Transporte nach England, in „Dunera Lives. A Visual History“ von Ken Inglis u.a., Melbourne 2018, Seite 518.
  • [9]Passagierliste der Reise via ancestry.
  • [10]Vgl. Liste der Transporte aao.
  • [11]Wolfgang Muchitsch „Mit Spaten, Waffen und Worten“, Seite 24, Wien 1992. Zit. n. Recruiting Circular Nr.2a, Central Office for Refugees, Januar 1940.
  • [12]Wikipedia über die BEF, abgerufen am 20.1.2026.
  • [13]Jewish Cronicle am 13.10.1939, Seite 10. Zit. nach Steven Kern „Jewish Refugeees from Germany and Austria in the British Army 1939-45“ (Doktorarbeit, Uni Nottingham), Juni 2004, Seite 128. Abgerufen am 25.1.2026.
  • [14]Peter und Leni Gillman „Collar the Lot! How Britain interned and expelled ist wartime refugees“, London 1980, Seite 257.
  • [15]Kern aao., Seite 132.
  • [16]Muchitsch aao., Seite 23, zit. n. „I Understand the Risk“ von Norman Bentwich, London 1950, Seite 33.
  • [17]Peter Leighton-Langer „X steht für Unbekannt. Deutsche und Österreicher in den britischen Streitkräften im Zweiten Weltkrieg“, Berlin 1999, Seite 27.
  • [18]War Diary A.M.P.C. Nr.3, 15.1.1940. Zit n. Muchitsch aao., Seite 35.
  • [19]Leighton-Langer aao., Seite 30.
  • [20]Muchitsch aao., Seite 35, zit. n. „War History of the Royal Pioneer Corps 1939-1945“ von Major E.H. Rhodes-Wood, Aldershot 1960, Seite 65.
  • [21]Der Parlamentarische Unterstaatssekretär Lord Croft am 22.7.1941 im Oberhaus, abgerufen am 11.1.2026. .
  • [22]„The Feeders of the BEF“ in „The Times“ vom 8.4.1940. Zit. n. Muchitsch aao., Seite 35.
  • [23]„Unter den ersten in der Normandie“ aao.
  • [24]„German- and Austrian-Jewish Volunteers in Britain’s Armed Forces 1939-1945“, Jahrbuch des Leo Baeck-Instituts XL 1995, Seite 29. Zit.n. Peter Leighton-Langer aao.
  • [25]Kurzinfo zum Film auf imdb, abgerufen am 1.2.206. Zum Film auf YouTube.
  • [26]Wikipedia über das No. 10 (Inter-Allied) Commando, abgerufen am 9.1.2026.
  • [27]Im Weiteren werden auch die anglisierten Kampfnamen der Soldaten angegeben.
  • [28]Peter Masters „Kommando der Verfolgten. 87 Elitesoldaten im Kampf gegen Hitler“, München 1999, ISBN 3-7951-1649-X, Seite 20.
  • [29]Ebenda., Klappentext.
  • [30]Ian Dear „Ten Commando“ UK 1987, ISBN 9780586204320 Seite 6 und Leighton-Langer aao., Seite 20.
  • [31]Klaus Stübiger „Kurzgeschichte der Einheit“, abgerufen am 10.1.2026.
  • [32]Wikipedia über No. 10 (Unter-Allied) Commando aao.
  • [33]Martin Sugarman „No 3 (‚Jewish‘) Troop, No. 10 Commando“ (Nominal Roll). Commando Veteran Org (online), abgerufen am 9.1.2026.
  • [34]Andrew Gumbel „Raid on Dieppe masked secret mission to steal Nazis‘ Enigma machine“, The Guardian am 9.5.2021, abgerufen am 10.1.2026.
  • [35]Wikipedia über die Operation „Jubilee“ und den „Dieppe Raid“, abgerufen am 10.1.2026.
  • [36]Johann Althaus „Warum die erste Invasion in Frankreich scheiterte“. 12.9.2024, Die Welt online, abgerufen am 10.1.2026.
  • [37]„Kurzgeschichte der Einheit“ aao.
  • [38]Ebenda.
  • [39]Ebenda.
  • [40]Leah Garrett "X Troop", UK 2021, ISBN 97812529111613, Seiten 264/265.
  • [41]„Kurzgeschichte der Einheit“, aao.
  • [42]Commando Veterans Archive, Bereich zum 10 Commando, abgerufen am 9.1.2026.
  • [43]Vgl. Garrett aao., Seite 303, Fußnote 35.
  • [44]Masters aao., Seite 104.
  • [45]Leighton-Langer aao., Seite 135. Auch Masters aao., Seite 271.
  • [46]Masters aao., Seite 135.
  • [47]Ebenda, Seite 169.
  • [48]Leighton-Langer, aao., Seite 129.
  • [49]Masters aao., Seite 195.
  • [50]Ebenda, Seite 158/159.
  • [51]Dean aao., Seite 41.
  • [52]Vgl. Garrett aao., Seiten 40/41.
  • [53]Masters aao., Seite 40/41.
  • [54]Ebenda, Seite 160.
  • [55]Leighton-Langer aao., Seite 148.
  • [56]Masters aao., Seite 447.
  • [57]Vernon Dwelly „My ‚War Career‘“. In Dunera News Nr. 111, Seite 6f., abgerufen am 10.1.2026.
  • [58]Masters aao., Seite 102.
  • [59]Dwelly aao.
  • [60]Leighton-Langer aao., Seite 146.
  • [61]Dwelly aao.
  • [62]Leighton-Langer aao., Seite 143.
  • [63]Member of the Most Excellent Order of the British Empire (MBE) ist die fünfte und niedrigste Stufe des britische Verdienstordens. Siehe Wikipedia, abgerufen am 26.1.2026.
  • [64]Leighton-Langer aao., Seite 208.
  • [65]Masters aao., Seite 449.
  • [66]Beitrag über X Troop auf Refugees from National Socialism in Wales, abgerufen am 10.2.2026.
  • [67]Ludwig Boltzmann Gesellschaft Wien, Biografien, Kurzbiografie Max Laddy. Abgerufen am 9.1.2026.
  • [68]Masters aao., Seite 12.
  • [69]Leighton-Langer aao., Seiten 134, 236.
  • [70]Dean aao., Seite 128.
  • [71]Masters aao., Seite 275/276.
  • [72]Informationen über die Familie von Egon Vogel von Alexander Berkel.
  • [73]Erfassungsbogen der Volkszählung vom 29.9.1939 für die Sutton Court Road, London Brentford-Chiswick via ancestry.de.
  • [74]Vgl. Garrett aao., Seite 82.
  • [75]Masters aao., Seite 103.
  • [76]Commando Veterans Archive, abgerufen am 11.1.2026.
  • [77]Alexander Berkel u.a. „Krieg am Niederrhein“ Online,  abgerufen am 11.1.2026.
  • [78]Leighton-Langer aao., Seiten 145.
  • [79]For Everyone. Stories of the Fallen“ Online, abgerufen am 11.1.2026.
  • [80]Zitate von Hilton Jones und Sturges und die Information über Griffith/Glaser zit. nach Martin Sugarman „No 3 (‚Jewish‘) Troop, No. 10 Commando“ (Artikel) Seite 2, Commando Veteran Org (online), abgerufen am 9.1.2026.
  • [81]Sugarman (Nominal Roll) aao.
  • [82]„Kurzgeschichte der Einheit“ aao.
  • [83]Kevin Fitzgerald, Nachruf Bryan Hilton-Jones in „In Memoriam“, Alpine Journal“ Nr. 76/1971, Seite 329/330. Siehe Alpin Wiki, abgerufen am 9.1.2026.

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