Zahlreiche Dokumentationen und einige Spielfilme, produziert für Kino und/oder Fernsehen, beschäftigen sich mit den britischen Deportationen des Jahres 1940 und verwandten Themen. Im Laufe der Zeit entstanden auch zahlreiche Veranstaltungsmitschnitte, Interviews mit Zeitzeugen etc. Umfangreiches Material findet sich u.a. auf YoutTube. Die Auswahl auf dieser Seite soll anregen, diese Medien zu nutzen.
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Viele weitere Filme unterschiedlicher Qualität können auf Youtube oder mittels Internet-Suchmaschinen recherchiert werden. Wer Interesse an Auskünften über einzelne Personen hat sei außerdem auf den Bestand an Audio-Interviews des US Holocaust Museums verwiesen.
Dokumentarfilme
In der Dunera & Queen Mary Association erhalten inzwischen, 86 Jahre nach der Ankunft der beidem Internierten-Schiffe in Australien im September 1940, die Enkel und Urenkel – gemeinsam mit Historikern – die Erinnerung an das Erleben ihrer Vorväter aufrecht. Sie setzen die Tradition der jährlichen Erinnerungstreffen in den Orten der Lager Hay und Tatura sowie in Sydney und Melbourne fort.
In letzter Zeit entstanden zahlreiche Videos, die auf der Homepage der Organisation und bei YouTube zu finden sind. Es handelt sich u.a. um Mitschnitte der jüngsten Veranstaltungen sowie ein Interview mit Ben Lewin, dem Regisseur des Kinofilms „Dunera Boys“ und ein vierteiliges Interbiew mit Dunera Boy Klaus Friedeberger.
Auf YouTube.com finden sich weitere Mitschnitte und biografische Filme, darunter die Aufzeichnung einesw Vortrages des australischen Historikers Ken Inglis, dem 2017 verstorbenen Initiator der Buchreihe „Dunera Lives“.
EInige jüngere Veranstaltungsmitschnitte veröffentlichte die Dunera and Queen Mary Association auf ihrer Website. Ältere Videos finden sich auf YouTube. Daru nter ist die Aufzeichnung eines Vortrags des 2017 verstorbnen Historikers Ken Inglis, eines Mitauotren der „Dunera Lives“-Bücher.
Biografisches
Verwandte Themen
Spielfilme
.Der Film wurde 1985 als Zweiteler für das australische Fernsehen produziert und löste innerhalb der Dunera-Community heftige Diskussionen über die Authentizität der Filmgeschichte aus. Ein Auslöser war die Darstellung eines Internierten, der nächstens unter dem Stacheldrahtverhau durchkriecht, um im Ort eine Liebschaft zu besuchen bis er erwischt und erschossen wird. Ähnliches ist nie geschehen, jedoch wird Regisseur Ben Lewin mit der Bemerkung zititiert „hätte ja sein können“.
Dennoch hat der Film für „einen bemerkenswerten Kontrast zu der geringen Anerkennung, die die tatsächliche Geschichte des Dunera-Hutes jemals erhalten hat“ gesorgt. Aber: Kaum ein Dunera-Freund teilte den Überschwang der Filmkritiker. Kurzkommentare lassen mit Begriffen wie „enttäuschend“, „peinlich“§, „schrecklich“, „lächerlich“ und „wie der kleine Moritz sich das vorstellt“. Wünschenswert wäre gewesen, könnte man Kindern und Freunden sagen: „Genau, so wars“, fasste Dunera Boy Henry Lippmann im Dunera-Newsletter Nr.6 die Enttäuschung zusammen.
Dunera Boys, Australien 1985, 150 Minuten. Buch und Regie Ben Lewin. Mit Bob Hoskins u.a. (Screenshot dunera.de).
Musterblöcke / Vorlagen
In der Dunera & Queen Mary Association erhalten inzwischen, 86 Jahre nach der Ankunft der beidem Internierten-Schiffe in Australien im September 1940, die Enkel und Urenkel – gemeinsam mit Historikern – die Erinnerung an das Erleben ihrer Vorväter aufrecht. Sie setzen die Tradition der jährlichen Erinnerungstreffen in den Orten der Lager Hay und Tatura sowie in Sydney und Melbourne fort.
In letzter Zeit entstanden zahlreiche Videos, die auf der Homepage der Organisation und bei YouTube zu finden sind. Es handelt sich u.a. um Mitschnitte der jüngsten Veranstaltungen sowie ein Interview mit Ben Lewin, dem Regisseur des Kinofilms „Dunera Boys“ und ein vierteiliges Interbiew mit Dunera Boy Klaus Friedeberger.
Auf YouTube.com finden sich weitere Mitschnitte und biografische Filme, darunter die Aufzeichnung einesw Vortrages des australischen Historikers Ken Inglis, dem 2017 verstorbenen Initiator der Buchreihe „Dunera Lives“.
Den wenig subtilen Alltag der Judenverfolgung erlebt der Kaufmann Otto Silbermann Ende 1938 in Berlin. Geschäft und Wohnung werden ihm genommen. Der Reisende ist die 1939 von Ulrich Alexander Boschwitz (*1915 aufgeschriebene tief bewegende Geschichte eines desillusionierten deutschen Juden, dem nichts bleibt, als die Gleichgültigkeit der Menschen in Zügen und auf Bahnhöfen zu beobachten. Die Menschen neben dem Leben in Boschwitz‘ Debut sind Opfer der Wirtschaftskrise der 1920 Jahre, die sich allabendlich in einer Berliner Kneipe begegnen und versuchen, ihre Würde zu wahren. Beide Bücher erschienen erstmals 1937 bzw. 1939 in Schweden. Erst 2018 wurde Der Reisende in Deutschland erstmals gedruckt.
Auf der Flucht vor den Nazis kamen Boschwitz und seine Mutter nach England. Dort wurde er 1940 als feindlicher Ausländer interniert und mit der Dunera nach Australien deportiert. Auf der Rückreise wurde die unbegleitet fahrende MS Abosso am 29. Oktober 1942 von einem deutschen U-Boot versenkt. Unter den 361 Todesopfern war auch der nur 27jährige Ulrich Alexander Boschwitz.
Ulrich Alexander Boschwitz, Der Reisende. Clett-Cotta, Stuttgart 2019. ISBN 978-3-608-98123-0. Die englische Ausgabe The Passenger erschien 2021 bei Metropolitan Books, New York.
Menschen neben dem Leben, Clett-Cotta, Stuttgart 2019. ISBN 978-3-608-96409-7.
Den wenig subtilen Alltag der Judenverfolgung erlebt der Kaufmann Otto Silbermann Ende 1938 in Berlin. Geschäft und Wohnung werden ihm genommen. Der Reisende ist die 1939 von Ulrich Alexander Boschwitz (*1915 aufgeschriebene tief bewegende Geschichte eines desillusionierten deutschen Juden, dem nichts bleibt, als die Gleichgültigkeit der Menschen in Zügen und auf Bahnhöfen zu beobachten. Die Menschen neben dem Leben in Boschwitz‘ Debut sind Opfer der Wirtschaftskrise der 1920 Jahre, die sich allabendlich in einer Berliner Kneipe begegnen und versuchen, ihre Würde zu wahren. Beide Bücher erschienen erstmals 1937 bzw. 1939 in Schweden. Erst 2018 wurde Der Reisende in Deutschland erstmals gedruckt.
Auf der Flucht vor den Nazis kamen Boschwitz und seine Mutter nach England. Dort wurde er 1940 als feindlicher Ausländer interniert und mit der Dunera nach Australien deportiert. Auf der Rückreise wurde die unbegleitet fahrende MS Abosso am 29. Oktober 1942 von einem deutschen U-Boot versenkt. Unter den 361 Todesopfern war auch der nur 27jährige Ulrich Alexander Boschwitz.
Ulrich Alexander Boschwitz, Der Reisende. Clett-Cotta, Stuttgart 2019. ISBN 978-3-608-98123-0. Die englische Ausgabe The Passenger erschien 2021 bei Metropolitan Books, New York.
Menschen neben dem Leben, Clett-Cotta, Stuttgart 2019. ISBN 978-3-608-96409-7.
Den wenig subtilen Alltag der Judenverfolgung erlebt der Kaufmann Otto Silbermann Ende 1938 in Berlin. Geschäft und Wohnung werden ihm genommen. Der Reisende ist die 1939 von Ulrich Alexander Boschwitz (*1915 aufgeschriebene tief bewegende Geschichte eines desillusionierten deutschen Juden, dem nichts bleibt, als die Gleichgültigkeit der Menschen in Zügen und auf Bahnhöfen zu beobachten. Die Menschen neben dem Leben in Boschwitz‘ Debut sind Opfer der Wirtschaftskrise der 1920 Jahre, die sich allabendlich in einer Berliner Kneipe begegnen und versuchen, ihre Würde zu wahren. Beide Bücher erschienen erstmals 1937 bzw. 1939 in Schweden. Erst 2018 wurde Der Reisende in Deutschland erstmals gedruckt.
Auf der Flucht vor den Nazis kamen Boschwitz und seine Mutter nach England. Dort wurde er 1940 als feindlicher Ausländer interniert und mit der Dunera nach Australien deportiert. Auf der Rückreise wurde die unbegleitet fahrende MS Abosso am 29. Oktober 1942 von einem deutschen U-Boot versenkt. Unter den 361 Todesopfern war auch der nur 27jährige Ulrich Alexander Boschwitz.
Ulrich Alexander Boschwitz, Der Reisende. Clett-Cotta, Stuttgart 2019. ISBN 978-3-608-98123-0. Die englische Ausgabe The Passenger erschien 2021 bei Metropolitan Books, New York.
Menschen neben dem Leben, Clett-Cotta, Stuttgart 2019. ISBN 978-3-608-96409-7.
Ulrich Alexander Boschwitz, Der Reisende. Clett-Cotta, Stuttgart 2019. ISBN 978-3-608-98123-0. Die englische Ausgabe The Passenger erschien 2021 bei Metropolitan Books, New York.
Menschen neben dem Leben, Clett-Cotta, Stuttgart 2019. ISBN 978-3-608-96409-7.